Jörg Holzmann
Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte


»Überhaupt, was seelenberührend ist, das ist Musik«

 [Bettine von Arnim]


 


Kunstlieder mit Gitarre von Komponistinnen der Frühromantik

Werke u.a. von Louise Reichardt (1779–1826), Helene Liebmann (1795–1869), 
Emilie Zumsteeg (1796–1857) und Maria Szymanowska (1789–1831) 

 

Der Abend ist einer oft überhörten Stimme der Musikgeschichte gewidmet: jener von Komponistinnen, die im frühen 19. Jahrhundert für Gesang und Gitarre schrieben und deren Werke bis heute nur selten auf der Konzertbühne erklingen. Im Mittelpunkt stehen musikalische Annäherungen an die poetische Welt von Dichtern wie Ludwig Tieck, Clemens Brentano oder Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis. Komponiert wurden die Lieder unter anderem von Louise Reichardt, Emilie Zumsteeg und Bettine von Arnim, die mit den Dichtern und deren Umfeld persönlich verbunden waren und ihre Texte in unmittelbarer Nähe vertonten. Ergänzt wird das Programm durch Lieder auf Texte weiterer Dichter*innen sowie durch Solowerke für Gitarre aus derselben Zeit. Die intime Kombination von Gesang und einem originalen Instrument des neapolitanischen Gitarrenbauers Gennaro Fabricatore aus dem Jahr 1823 lässt die Sehnsucht, Innerlichkeit und mystische Symbolkraft der Gedichte dabei in einer einmaligen Klangästhetik aufscheinen.